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äuä

Schreibweisen: äuää, auää, auä, allwä, allwää, ällwä, ällwää

Bedeutung: 1. Modaladverb des Zweifelns, bezieht sich auf einen Teil des Satzes: "Si chunnt auä am halbi füfi."; "Mir chöme auä niid." (vielleicht, wahrscheinlich).
2. Modaladverb der Verneinung, vorangestellt, bezieht sich auf den ganzen Satz: "Auää han i das gseit!" (Das habe ich nie gesagt/behauptet).
3. Modaladverb der Infragestellung dessen, was das Gegenüber äussert, oder des Erstaunens darüber (je nach Betonung): "I ha im Lotto e Million ggwunne. - Auää!" (Erzähl keinen Mist); "Mir sy geschter uf em Niese gsy. - Äuää?" (Wirklich? Das erstaunt mich jetzt.) Auch Verneinung auf eine gestellte Frage ist möglich: "Chunnsch mit a Hockeymätsch? - Äuä!" (Sicher nicht).
4. Interjektion der Bestätigung dessen, was das Gegenüber äussert (Betonung auf der ersten Silbe). Eher veralteter Gebrauch, heute ersetzt durch "genau" oder "es isch e soo": "Hütt cha me sech afe uf niemmer me verlah! - Auä!"